Eine Haltung zum Leben

Das Vier-Schritte-Modell der Gewaltfreien Kommunikation ist vielen pädagogischen Fachkräften in den Kitas dieses Landes bekannt. Leider jedoch wird es oft darauf reduziert und dadurch geht verloren, was Gewaltfreiheit vor allem heißt: Verbindung herstellen, zu sich und den anderen, in die Fülle kommen und dadurch Wahlfreiheit ermöglichen. Es ist eben der Abschied von dem Sollte, Müsste, Es-gibt-keine-Wahl und Es-ist-nicht-genug-für-alle-da. Nicht als Heilsversprechen, sondern als Weg. Welche Möglichkeiten die GFK in diesem Sinne als Haltung zum Leben bietet, beschrieb ich in zwei Zeitschriftenbeiträgen.

Einen für Wolter und Kluver: Wertschätzender Umgang miteinander – auch in Krisenzeiten: Impulse aus der Gewaltfreien Kommunikation für ein gelingendes Miteinander. In: Betreuung von Kleinstkindern. Botzum (Hrsg.) 39. Lieferung. Kinder in besondere Lebenslagen ressourcenorientiert begleiten und stärken. S. 81-89

Und einen weiteren für das Leitungsheft für Kindergarten heute. Den können Sie hier nachlesen.https://www.herder.de/kiga-heute/leitungsheft/archiv/2023-16-jg/1-2023/gewaltfreie-kommunikation-ist-eine-haltung-zum-leben-ueber-trennende-gedanken-hinweg-laesst-sich-eine-sprache-der-verbundenheit-entwickeln/

Gewaltfrei führen

Wie geht das – gewaltfrei zu führen?

Und wen geht das etwas an?

Nur Führungskräfte?

Sind wir nicht alle in irgendeiner Form Führungspersönlichkeiten? Als Erwachsene in einer Kindergruppe, als Leiter*in einer Kita, als Seminarleiter*in vor einer Gruppe oder als Chef*in des eigenen Lebens?

Wie führe ich?

Welche Art Vorbild bin ich?

Bin ich mir darüber im Klaren, dass alles, was ich tue, unauslöschlich ist und Spuren hinterlässt: Wie ich da bin, was ich sage, wie ich zuhöre und damit welche Art von Beziehung in und zur Welt ich nähre.

Geht es um Freundlichkeit, Wertschätzung, Frieden? Oder mute ich meinen Schmerz um unerfüllte Bedürfnisse als Angriff, Beschämung und Beschuldigung anderen zu?

Und was bedeutet das für Kinder? Welche Lasten bürden wir ihnen auf, wir individuell als Eltern, Fachkräfte, Freude, Nachbarn den einzelnen Kindern  – und als Gesellschaft einer ganzen Generation?

Das treibt mich um mit Blick auf die Gegenwart und die Geschichte zu allen Zeiten. Ähnliche Gedanken äußerte ich im Gespräch mit meiner Kollegin Anja Cantzler auf ihrem Video-Kanal. Hier könnt Ihr das Video sehen.

 

Weitere Themen

Einführungen in die Gewaltfreie Kommunikation

Feedback-Kultur im Team entwickeln

Herausforderndes Verhalten von Kindern verstehen und begleiten

Übergriffiges Verhalten gewaltfrei beantworten und verhindern – Gewaltfreie Kommunikation in der Praxis

Zuhören wie Momo. Die Welt des Gegenübers verstehen, ohne einverstanden sein zu müssen

Führen in Präsenz und Klarheit

Verbindend in dieser Zeit


Der Junfermann-Verlag ist der deutschsprachige Verlag, in dem (so bin ich sicher) die meisten Bücher über Gewaltfreie Kommunikation erscheinen. Im Mai führte der Junfermann-Verlag ein GFK-online-Festival durch. Ich war als eine der Interviewpartnerinnen dabei und sprach über meine Arbeit in der Kita, was GFK für mich bedeutet, sich dadurch in meinem Leben änderte. Eingeladen wurde ich, weil auch mein Buch „Gewaltfreie Kommunikation in der Kita“ im November 2020 im Junfermann-Verlag erschienen ist.
Auf der Startseite können Sie dazu Rezensionen lesen und mein Buch auch bestellen.
Ich bin sehr dankbar dafür, mit meinem Anliegen, die Arbeit in der Kita durch meine Arbeit und die Haltung der GFK so gesehen zu werden. Weshalb mir es so wichtig ist, in und für die Kita zu wirken und welche Rolle dabei die GFK spielt, können Sie in dem Interview hören. Hier der Link zum Interview:

https://studio.youtube.com/video/U0Jve_iEaSQ/edit

Ich auch ein GFK-Held

Ich auch ein GFK-Held

Der amerikanische Psychologe Marshall Rosenberg entwickelte Gewaltfreie Kommunikation seit den 1960er Jahren sein Kommunikations- und Handlungsmodell. Bald kristallisierte sich jenseits der vier Schritte deutlicher die Essenz dieses Ansatzes heraus: in anderen Menschen gleichwürdige Menschen zu sehen, mit ihnen zu sein, die Verbindung zu suchen, dafür die verbale und nonverbale Sprache zu nutzen. Weiterlesen

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