Gewaltfrei führen

Wie geht das – gewaltfrei zu führen?

Und wen geht das etwas an?

Nur Führungskräfte?

Sind wir nicht alle in irgendeiner Form Führungspersönlichkeiten? Als Erwachsene in einer Kindergruppe, als Leiter*in einer Kita, als Seminarleiter*in vor einer Gruppe oder als Chef*in des eigenen Lebens?

Wie führe ich?

Welche Art Vorbild bin ich?

Bin ich mir darüber im Klaren, dass alles, was ich tue, unauslöschlich ist und Spuren hinterlässt: Wie ich da bin, was ich sage, wie ich zuhöre und damit welche Art von Beziehung in und zur Welt ich nähre.

Geht es um Freundlichkeit, Wertschätzung, Frieden? Oder mute ich meinen Schmerz um unerfüllte Bedürfnisse als Angriff, Beschämung und Beschuldigung anderen zu?

Und was bedeutet das für Kinder? Welche Lasten bürden wir ihnen auf, wir individuell als Eltern, Fachkräfte, Freude, Nachbarn den einzelnen Kindern  – und als Gesellschaft einer ganzen Generation?

Das treibt mich um mit Blick auf die Gegenwart und die Geschichte zu allen Zeiten. Ähnliche Gedanken äußerte ich im Gespräch mit meiner Kollegin Anja Cantzler auf ihrem Video-Kanal. Hier könnt Ihr das Video sehen.

 

Verbindend in dieser Zeit


Der Junfermann-Verlag ist der deutschsprachige Verlag, in dem (so bin ich sicher) die meisten Bücher über Gewaltfreie Kommunikation erscheinen. Im Mai führte der Junfermann-Verlag ein GFK-online-Festival durch. Ich war als eine der Interviewpartnerinnen dabei und sprach über meine Arbeit in der Kita, was GFK für mich bedeutet, sich dadurch in meinem Leben änderte. Eingeladen wurde ich, weil auch mein Buch „Gewaltfreie Kommunikation in der Kita“ im November 2020 im Junfermann-Verlag erschienen ist.
Auf der Startseite können Sie dazu Rezensionen lesen und mein Buch auch bestellen.
Ich bin sehr dankbar dafür, mit meinem Anliegen, die Arbeit in der Kita durch meine Arbeit und die Haltung der GFK so gesehen zu werden. Weshalb mir es so wichtig ist, in und für die Kita zu wirken und welche Rolle dabei die GFK spielt, können Sie in dem Interview hören. Hier der Link zum Interview:

https://studio.youtube.com/video/U0Jve_iEaSQ/edit

Ich auch ein GFK-Held

Interview GFK in Kita

Der amerikanische Psychologe Marshall Rosenberg entwickelte Gewaltfreie Kommunikation seit den 1960er Jahren sein Kommunikations- und Handlungsmodell. Bald kristallisierte sich jenseits der vier Schritte deutlicher die Essenz dieses Ansatzes heraus: in anderen Menschen gleichwürdige Menschen zu sehen, mit ihnen zu sein, die Verbindung zu suchen, dafür die verbale und nonverbale Sprache zu nutzen. Weiterlesen

Gefühle fühlen

Rosa Parks Café, Illustration Aasta Mittal

Das Anliegen der Gewaltfreien Kommunikation besteht darin, zu einem freundlichen Zusammensein und einer Verständigung mit anderen Menschen beizutragen und Frieden zu ermöglichen. Vielen sind die vier Schritte bekannt: Beobachtung, Gefühle, Bedürfnisse, Bitten. Sie sind unterstützend, wenn die Intention und die Haltung stimmen: Ich bin interessiert an Dir, jenseits aller Rechthaberei und konkreter Erwartungen. Weiterlesen

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